Kursinhalte – das lernen Sie
Der Lean Six Sigma Yellow Belt ist die Einstiegsstufe im Gürtelsystem von Lean Six Sigma und vermittelt das methodische Grundgerüst, mit dem Teams Prozesse in der Schweiz strukturiert verbessern. Im Zentrum steht der DMAIC-Zyklus – die logische Abfolge, mit der Probleme erkannt, analysiert und nachhaltig gelöst werden – ergänzt um die wichtigsten Lean-Werkzeuge zur Reduktion von Verschwendung. Der Kurs baut auf dem optionalen White Belt auf, setzt ihn aber nicht zwingend voraus, und liefert damit für viele Unternehmen den ersten gemeinsamen Einstieg in die Verbesserungsmethodik.
Konkret erarbeiten Teilnehmende im Kurs:
- Die fünf Phasen von DMAIC (Define, Measure, Analyze, Improve, Control) im Überblick
- Grundbegriffe des Lean Management: Verschwendungsarten, Wertstrom, Kundennutzen
- Einfache Analysewerkzeuge wie Ishikawa-Diagramm, 5-Why und Prozess-Mapping
- Die Rolle des Yellow Belt in einem Verbesserungsprojekt und die Zusammenarbeit mit Green und Black Belts
Lean & DMAIC-Grundlagen
Was Lean und Six Sigma unterscheidet – und verbindet
Lean Management reduziert Verschwendung und beschleunigt den Prozessfluss, während Six Sigma mit statistischen Grundprinzipien die Streuung von Ergebnissen verringert und Prozesse stabiler macht. Der Yellow Belt führt in beide Denkweisen ein, ohne vertiefte Statistikkenntnisse vorauszusetzen – die Vermittlung bleibt bewusst praxisnah und anschaulich.
DMAIC als roter Faden
Ob Fehlerquote, Durchlaufzeit oder Kundenzufriedenheit: DMAIC liefert die Struktur, mit der ein Problem sauber definiert (Define), mit Daten unterlegt (Measure), auf Ursachen untersucht (Analyze), verbessert (Improve) und dauerhaft abgesichert wird (Control). Yellow Belts lernen, diesen Ablauf zu verstehen und in Projekten aktiv mitzuarbeiten – die Leitung eines DMAIC-Projekts bleibt Aufgabe von Green oder Black Belts. Ergänzend werden grundlegende Lean-Prinzipien wie Wertstromdenken und die Vermeidung typischer Verschwendungsarten vermittelt, damit Yellow Belts Verbesserungsvorschläge im eigenen Arbeitsumfeld erkennen und einbringen können.
Für wen ist der Yellow Belt geeignet?
Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende und Teammitglieder, die in Verbesserungsprojekten mitwirken sollen, ohne selbst die Projektleitung zu übernehmen. Er eignet sich deshalb besonders für:
- Mitarbeitende aus Produktion, Administration oder Dienstleistung, die erstmals mit Lean Six Sigma in Berührung kommen
- Unternehmen, die eine breite Basisschulung im Betrieb verankern möchten, um eine gemeinsame Verbesserungssprache zu etablieren
- Fach- und Nachwuchskräfte, die vor einem vertiefenden Green Belt zuerst einen niederschwelligen Einstieg suchen
Formale Voraussetzungen gibt es keine: Weder ein Hochschulabschluss noch Statistikkenntnisse sind notwendig. Interesse an Prozessverbesserung genügt, eine abgeschlossene Berufsausbildung ist von Vorteil, aber keine Pflicht.
Ablauf, Zertifikat & nächster Schritt (Green Belt)
Die Ausbildung ist bewusst kompakt gehalten und dauert je nach Format wenige Tage. Anders als beim Green oder Black Belt ist für den Yellow Belt keine eigene Projektarbeit erforderlich – der Fokus liegt auf dem Verständnis der Methodik und der aktiven Mitarbeit in bestehenden Projekten. Am Ende steht eine Teilnahmebestätigung beziehungsweise ein Zertifikat.
Wer nach dem Yellow Belt vertiefen möchte, findet im Lean Six Sigma Green Belt den logischen nächsten Schritt: Green Belts leiten eigenständig kleinere bis mittlere Verbesserungsprojekte nach dem vollständigen DMAIC-Zyklus und weisen dafür ein reales Projekt nach. Die aktuellen Preise und Varianten finden Sie oben auf dieser Kursseite.
